Sonntag, 16. Juni 2013

Zuwachs im Maschinenpark

Wie im letzten Posting geschrieben, habe  ich meine alte Nähmaschine kaputt repariert - dachte ich zumindest, dazu gleich mehr.
Also muss ein Ersatz her, diesmal bitte etwas besseres als meine alte Privileg(=Brother).
Nach ausführlicher Recherche im Internet hatte ich zwei, drei Maschinen in der Auswahl, aber besser ist natürlich ausprobieren. So hab ich mich bewaffnet mit Stoffproben, die meiner Maschine Schwierigkeiten bereitet haben, auf den Weg in eine Fachgeschäft gemacht und habe mich beraten lassen. Bei der Beschreibung, was die Maschine denn können soll (Jersey und Fluddelstoffe nähen, über mehrere Lagen Jeans problemlos drüber nähen, Nadeleinfädler - gaaaanz wichtig!- u.a.) war der nette und durchaus kompetente Verkäufer der Meinung, meine Preisvorstellung läge bei ca. 1500,00 - 2000,00€. Schluck!! Nein, so war das nicht gedacht, meine Vorstellung war auf jeden Fall 3 stellig.
Nach eingehender Begutachtung verschiedener Maschinen, darunter Pfaff, Gritzner, Brother hab ich dann an einer Brother getestet. Das war ja schon ein ganz anderes Nähgefühl, als bei der kleinen Privileg! Jersey war kein Problem, Jeansnähte war deutlich besser. Dennoch störte mich an einigen Stellen die Verarbeitung von Plastik, da hätte ich mir was Robusteres gewünscht. Dafür hatte sie gefühlte 1000 Zierstiche, was zwar schön aussieht, für mich aber nicht nötig ist.
Als letztes habe ich eine Bernina ausprobiert - die stand nun gar nicht auf meinem Zettel. Und die hat auch gar nicht viel Schnick-Schnack: eine Handvoll Zier- und Nutzstiche, 3fach Stofftransport, keinen USB-Anschluss, "nur" ein Alphabet..... ich hab also wieder meinen fiesen Jersey rausgeholt und sie nähte ohne die leiseste Schwierigkeit kerzengerade drüber! Dafür brauchte ich bei der Privileg einen Obertransportfuß, dann ging es so einigermaßen! Über die dicke Jeansnaht ging sie ebenfalls ohne zu murren oder die Stichlänge zu verändern, die Privileg ist mit 2 großen Stichen drübergeächzt, mit Glück auch ohne Nadelbruch.
Beide Maschinen , sowohl die Brother als auch die Bernina überzeugten mich in der Nähleistung. Die Brother hatte mehr Schnick-Schnack, die Bernina schnurrte leiser. Der Preis war ähnlich (und dreistellig). Ausschlaggebend war für mich letztendlich die robustere Verarbeitung und die Aussicht auf eine lange Lebensdauer.
And the winner is:
Jetzt hoffe ich sehr, dass wie lange Freunde bleiben! Inzwischen hatte ich auch einen Einführungskurs, bei dem ich noch einiges gelernt habe.

Jetzt zum Thema kaputt repariert: zufällig bin ich im Internet über eine Frage zu der Fehlermeldung meiner Privileg gestolpert. Wenige Seiten später kam die Lösung: beim zusammenschrauben muss die Nadel nach unten gestellt werden, dann funktioniert alles. Ich hatte sie hochgedreht.... Nach nochmaligem Auf- und Zuschrauben funktioniert sie nun wieder.  Sie darf jetzt als Ersatzmaschine bleiben.

Ja, jetzt kann fleißig genäht werden! Ein Tischläufer ist fertig geworden, ein zu enges T-Shirt und ein zu kurzes T-Shirt-Kleid wurden zu einem passenden T-Shirt-Kleid.
Heute ist Stoffmarkt in Leverkusen- und ich bleibe tapfer zu Hause! Ich muss erstmal meine Vorräte dezimieren. Da wartet noch ein Trigema-Pikee darauf, eine Faulenzerhose zu werden, ein geerbter Mantel aus hochwertigem Microfaserstoff soll in Kombination mit einem vorhandenen Cord zu einem Mantel (Johanna Farbenmix) werden. Daneben warten noch einige Jerseys, Ikeastoffe und Winterstoffe auf Verarbeitung. Und ein neues Quiltprojekt hab ich ebenfalls in Planung. Auch hier hab ich viel Stoff auf Lager.

Bis demnächst,
liebe Grüße
Coco


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